Historische Einsätze


In der über 100 jähringen Wehrgeschichte hat die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf zahlreiche Einsätze abgearbeitet. An einige Großfeuer, spektakuläre Rettungen oder kuriose Einsätze möchten wir an dieser Stelle erinnern.

 
 
2010 – S-Bahnunfall
 
Aus ungeklärter Ursache befand sich am 20. Januar gegen 22.04 Uhr ein Mann in Höhe der Süderelbbrücke auf den Gleisen und wurde durch eine herannahende S-Bahn erfasst und tödlich verletzt. Die Einsatzkräfte der FF Kirchdorf halfen bei der Bergung der verunfallten Person und betreuten den Triebwagenführer sowie die Fahrgäste. Nach gut zwei Stunden konnte der Bahnbetrieb wieder aufgenommen werden.
 
 
2009 – Hallendach in Brand
 
Am frühen Nachmittag des 27. Mai war zunächst eine große Rauchsäule auf der Peute zu sehen. Das Dach einer dreigeschossigen Produktionshalle auf dem Gelände einer Kupferhütte war in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte mit einem Großaufgebot von Löschkräften (3.Alarm) verhindern, dass die Flammen auf die unteren Geschosse übergreifen. Das Dach der rund 60 Meter langen Produktionshalle brannte auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern. Verletzt wurde niemand. Neben zahlreichen Kräften der Berufsfeuerwehr waren auch die Freiwilligen Wehren Kirchdorf und Moorwerder alarmiert.


 
 
2008 – Feuer im Wohnhaus
 
Bei einem Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Neuenfelder Straße sind in der Nacht zum 30.12.2008 acht Menschen verletzt worden. Nach Erkenntnissen der Polizei wurden in einem Kellerverschlag des Hochhauses eingelagerte Sperrmüllutensilien mutwillig durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt. Die Löscharbeiten durch die FF Kirchdorf und die Berufsfeuerwehr gestalteten sich äußerst schwierig, da auch Autoreifen in dem Keller gelagert wurden. Hierdurch kam es zu einer besonders starken Rauchentwicklung bis in das Treppenhaus. Beim Verlassen des Hauses erlitten sieben Menschen Rauchvergiftungen. Ein Kirchdorfer Feuerwehrmann kam mit leichten Brandverletzungen im Gesicht ins Krankenhaus.
 
 
2008 – Seenot auf der Elbe
 
Großeinsatz für die Feuerwehr. Die FF Kirchdorf wurde zusammen mit den Kräften der Feuerwache 34 sowie der Technik- und Umweltschutzwache 32 zum Schiffsanleger „Finkenrieker Hauptdeich“ alarmiert. Das Küstenmotorschiff „Silke“ hatte ein Leck im Ballastwassertank und drohte zu sinken. Die eingeleiteten Lenzarbeiten reichten nicht aus um das Schiff zu stabilisieren. Die Einsatzleitung entschied das Schiff kontrolliert am Elbstrand auf Grund laufen zu lassen. Mit einsetzender Ebbe drohte erneut der Kümo zu kentern, da durch die Schräglage das Achterschiff voll Wasser lief. Weitere Kräfte wurden nachalarmiert. Nachdem durch den Notdienst der Hafenverwaltung „Port Authority“ ein Teil der Ladung gelöscht wurde, konnte die „Silke“ an einen sicheren Liegeplatz verholt werden.
 
 
2007 – Feuer 4
 
Am 11. Oktober 2007 kam es gegen 19.30 Uhr in einem großen Industriebetrieb in der Hovestraße aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Großbrand. Zwischen zwei Produktionsgebäuden geriet ein Förderband auf etwa 50 Meter Länge in Brand. Das Förderband verlief zwischen den Gebäuden in 20 Meter Höhe. Aufgrund der Anrufe wurde frühzeitig Feuer 2 ausgelöst und kurze Zeit nach Eintreffen der ersten Kräfte vom B-Dienst auf Feuer 4 erhöht wurde. In der Anfangsphase kamen drei C-Rohre zum Einsatz. Für die Löscharbeiten und zur Sicherstellung der Wasserversorgung rückten neben den Kräften der Berufsfeuerwehr auch fünf Freiwillige Wehren an.
 
 
2007 – Feuer 3
 
Bei Abbrucharbeiten entzündeten sich am 28.09.2007 Öl und Gummiabfälle in einer Lagerhalle im Oberwerder Damm (Peute). Drei Arbeiter erlitten eine Rauchgasvergiftung. Im Verlauf des Einsatzes wurde das Kräfteaufgebot bis auf Feuer 3 erhöht. Zu den eingesetzten Kräften zählten auch die Wehren FF Kirchdorf, FF Moorwerder und FF Harburg sowie der Bereichsführer Harburg.
 
 
2006 – Moorwerder 4. Alarm
 
Die Lagerhalle einer ehemaligen Gemüsekonservenfabrik war in Brand geraten. Hier lagerten massenweise Flohmarktartikel und angrenzend war eine PKW-Werkstatt eingerichtet. Nach der FF Moorwerder war auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf alarmiert worden. Beim Eintreffen der Wehr schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach. Die FF Kirchdorf stellte die Wasserversorgung durch fünf B-Leitungen aus der Elbe sicher. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Übergreifen auf ein benachbartes Strohdachhaus und eine weitere Halle konnte jedoch verhindert werden.
 
 
2006 – Tornado streifte Kirchdorf
 
Ein schweres Unwetter mit einem Tornado hat am 27.03.06 in Hamburg Schäden in Millionenhöhe angerichtet und zwei Menschen das Leben gekostet. Im Hamburger Süden tobte ein Wirbelsturm und die Windhose streifte dabei auch Kirchdorf. Die Wehr war im Bereich Stillhorn eingesetzt und arbeitete abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume ab.
 
 
2005 – Starke psychische Belastung
 
Im Jahr 2005 waren die Feuerwehrleute der FF Kirchdorf fünf mal an der Bergung von Verstorbenen beteiligt. Bei zwei Verkehrsunfällen, zwei Suiziden und einem Ertrunkenen waren die Kameraden enormer psychischer Belastung ausgesetzt.
 
 
2004 – Hagelschauer
 
Ein Hagelschauer mit taubeneigroßen Hagelkörnern beschädigte im Bereich Vierlande die Gewächshäuser von etwa 60 Betrieben. Besonders schwer traf es die Gegenden Neuengamme, Curslack und Kirchwerder. Hier wurden nahezu 100% der Glasdächer zerstört. Die Freiwillige Feuerwehr Hamburg setzte 61 von insgesamt 87 Wehren ein um die zerstörten Glasplatten der Gewächshäuser zu entfernen. Hierdurch wurde die Unfallgefahr beseitigt und eine schnelle Wiederherstellung durch die Besitzer ermöglicht. Selbstverständlich wurde auch die FF Kirchdorf eingesetzt.
 
 
2004 – Lagerhalle Rotenhäuserstrasse
 
Die Lagerhalle einer Spedition an der Rotenhäuserstraße stand am 3. März 2004 in Flammen. Um 8.21 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. Daraufhin rückten 120 Einsatzkräfte aus, um das Feuer in der 20 mal 100 Meter großen Halle zu löschen. Zeitweilig drohten die Flammen auf eine benachbarte Halle überzugreifen. Um 14.10 Uhr war das Feuer schließlich unter Kontrolle. Bis zum späten Nachmittag waren die Einsatzkräfte jedoch noch für Nachlöscharbeiten vor Ort.
 
 
2002 – Jahrhundert Hochwasser in Dresden
 
Die Feuerwehr Hamburg entsendete ein Kräfteaufgebot, in dem auch Kräfte und Mittel der Freiwilligen Feuerwehren enthalten waren, um im Katastrophengebiet in Sachsen gegen das Jahrhunderthochwasser zu kämpfen. Auch eine Staffel der FF-Kirchdorf leistete Hilfe in Hamburgs Partnerstadt Dresden. Die Kameraden waren 60 Stunden eingesetzt.
 
 
2001 – Kühlhaus Hammerbrook
 
Am 19.03.2001 um 11:01 Uhr entzündete sich, bei Vorbereitungen zum Abbruch des ehemaligen Kühlhaus Hammerbrookstrasse 95, die Wandisolierung. Diese bestand aus Kork und war mit Öl und Teer Wasserdicht gemacht. Die Löscharbeiten wurden wegen der enormen Hitze und Rauchentwicklung behindert. Ständig kam es zu Durchzündungen und der Brand kroch durch die Wände in die oberen Etagen. Das Feuer brannte mehrere Tage. Die FF Kirchdorf war am 20.03.01 von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr an dieser Einsatzstelle und wurde an vielen Innenangriffen unter Atemschutz eingesetzt.
 
 
2001 – Wasserburg
 
Im Vorland der Elbe am Finkenrieker Hauptdeich wurde im Mai 2001 durch Brandstiftung die alte Bauernkate „Wasserburg“ erheblich beschädigt. Der ideelle Wert des denkmalgeschützten Hauses war den Kirchdorfer Wehrleuten beim löschen durchaus bewusst. Nicht zuletzt wegen des Naturschutz- und Informationszentrums welches hier eingerichtet werden sollte.
 
 
2000 – Explosion Großmoorring
 
Beim Eintreffen der ersten Löschkräfte an dem Industriegebäude (25 x 50 Meter) war deutlicher Feuerschein erkennbar. Bei der Vorbereitung des Löschangriffs kam es zu einer Verpuffung, welche eine rasche Brandausbreitung im Dachbereich zur Folge hatte. Kurz darauf folgten zwei weitere Explosionen. Ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr wurde erheblich beschädigt. Die Vornahme von drei Wasserwerfern, drei B-Rohren und acht C-Rohren machten die vierte Alarmstufe notwendig. Unter den sechs eingesetzten Freiwilligen Wehren war auch die FF Kirchdorf.
 
 
1994 – Lokschuppen Wilhelmsburg
 
Ein als Museum genutzter Ringlokschuppen der Bahn stand im Vollbrand. Bei Erhöhung der Alarmstufe auf fünften Alarm wurde die FF Kirchdorf alarmiert. Neben dem sehr hohen materiellen Schaden entstand ein beträchtlicher ideeller Schaden. Unsere durch Rauchschwaden aufgenommenen Fotos lassen erahnen welche unwiederbringlichen historischen Bahnexponate zerstört wurden.
 
 
1994 – Explosion Schönfelder Straße
 
Gegen 4.00 Uhr in den Morgenstunden des 22. Dezembers wurden etliche Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr schon durch den Explosionsknall geweckt. Nach besonders kurzer Ausrückzeit bot sich am Schadensort folgendes Bild: Von dem mehrgeschossigem Wohnhaus mit Gaststätte im Erdgeschoss stand nur noch eine Außenwand und das Treppenhaus. Der Rest war zu Trümmern geworden und brannte mit dem Anbau. Vor dem Haus befanden sich die Bewohner von denen zwei verletzt waren. Eine Frau war aus dem Dachgeschoss gesprungen. Wehrführer Thiele löste daraufhin dritten Alarm aus. Die Wehr kümmerte sich um die Erstversorgung der Verletzten und bereitete einen massiven Löschangriff vor. Der Zugführer der Berufsfeuerwehr erhöhte noch auf vierten Alarm. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Vormittag. Die Trümmer wurden noch von einer Hundestaffel durchsucht. Wegen Einsturzgefahr wurde der Gebäuderest noch am selben Tag abgerissen.
 
 
1989 – Shell AG
 
Am 18.5.89 ereignete sich einer der gefährlichsten Einsätze in der Geschichte der Hamburger Feuerwehr. In der Hauptphase waren zwölf Züge der Berufsfeuerwehr, vier Freiwillige Wehren sowie eine Werksfeuerwehr vor Ort um einen Mineralölbrand zu bekämpften. Da alle umliegenden Berufsfeuerwehren eingesetzt waren, wurde von der Kirchdorfer Wehr stundenlang Bereitschaftsdienst im Feuerwehrhaus geschoben um die Sicherheit auf der Elbinsel zu gewährleisten.
 
 
1987 – Discothek „Penny Lane“
 
Am 12. Februar 1987 kommt es durch eine Gasexplosion zum Vollbrand des mehrgeschossigen Gebäudes und des angrenzenden 250 Quadratmeter Tanzsaals. Als erste Kräfte erreichen die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf zusammen mit Löschzug 32 die Einsatzstelle. Die Kirchdorfer Wehr übernimmt den Brandabschnitt der Gaststätte. Insgesamt werden vier B-Rohre und drei C-Rohre vorgenommen. Erschwerend kam hinzu, dass das ausströmende Gas erst um 5.00 Uhr abgestellt werden konnte. Ein Kamerad aus Kirchdorf wurde bei diesem Einsatz verletzt. Der Totalverlust dieses Tanzlokals erwies sich äußerst traurig für den Stadtteil. Bis Heute gibt es keinen gleichwertigen Ersatz.
 
 
1985 – Schuppen 74B
 
Am 4.4.1985 kam es im Hamburger Hafen zu einem der personalintensivsten Einsätze. Seit Ende des 2. Weltkriegs hatte es den elften Alarm nicht mehr gegeben. Im Einsatz waren elf Löschzüge der Berufsfeuerwehr mit je drei Wagen und zahlreichen Sonderfahrzeugen, fünf Freiwillige Feuerwehren sowie vier Löschboote. Der 410 Meter lange und 50 Meter breite Hafenschuppen brannte in voller Ausdehnung. Bei diesem Einsatz wurden insgesamt 22 Kilometer Schlauchleitung verlegt!
 
 
1984 – Barkassenunglück im Hafen
 
Das schwerste Barkassenunglück in Hamburg war 1984. 19 Menschen ertranken als ein Schleppzug die „Martina“ überrollte. Die FF-Kirchdorf war mit ihrem Kleinboot an den Suchaufgaben beteiligt.
 
 
1983 – Kühlhaus Trettaustrasse
 
Am 3.8.83. war Großeinsatz (9.Alarm) beim Kühlhausbrand in Wilhelmsburg. Durch Brandstiftung gelangen unter Anderem 6200 Tonnen Butter in Brand. Als erste Kräfte mit vor Ort: die FF-Kirchdorf. Die Nachlöscharbeiten ziehen sich eine Woche hin. Feuerwehrfahrzeuge müssen im Schritttempo zurück an die Gerätehäuser gefahren werden. Die Bremsen sind Butterverschmiert.
 
 
1983 – Feuer Ölmühle Hamburg
 
Am 9.7.83 ereignete sich eine Explosion bei der Ölmühle mit nachfolgendem Großbrand. Lösch- und Abräumarbeiten beschäftigen die Feuerwehr eine Woche lang.
 
 
1981 – Firma Nordprofil Fährstrasse
 
Auf dem 13000 m² großen Firmengelände wurden überwiegend Profilhölzer gefertigt und gelagert. Am 8. April 1981 brannte beim Eintreffen der Feuerwehr eine Lagerhalle bereits in voller Ausdehnung. Durch die enorme Brandlast und die Strahlungswärme griffen die Flammen schließlich auf alle Fertigungs- und Lagereinrichtung über. Im Kräfteaufgebot der Feuerwehr (8. Alarm) befand sich auch die FF Kirchdorf sowie ein extra eingeschleustes Löschboot.
 
 
1981 – Schuppen 84
 
„Es brennt ein hölzerner Verschlag.“ Auf diese Meldung hin rückte der Löschzug „Steinwerder“ am 16.11.81 aus und gab noch auf der Anfahrt sechsten Alarm. Der Schuppen brannte auf 100 Meter Länge zwischen zwei Brandmauern in voller Ausdehnung. Das Feuer griff auf den Frachter „Ms Nyala“ über. Das Schiff wurde an mehreren Stellen brennend nach Grevenhof verholt. Die Feuerwehr Kirchdorf war am massiven Löschangriff beteiligt. Hierbei wurden vier Wenderohre, vier Wasserwerfer, 18 B- und acht C-Rohre eingesetzt.
 
 
1976 – Kirchdorf Süd
 
Das Hochhausviertel Kirchdorf–Süd wird bezogen. Die Einsatzzahlen unserer Wehr steigen enorm an. In den 80er und 90er Jahren wird die Siedlung zum sozialen Brennpunkt und viele mutwillig gelegte Feuer müssen gelöscht werden.
 
 
1975 – Waldbrandkatastrophe
 
Als die in den Landkreisen Celle und Gifhorn ausgedehnten Waldbrände von den eigenen Löschkräften nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten, wurde an die Hamburger Feuerwehr ein Hilfeersuchen gerichtet. Unter den entsandten Kräften der Freiwilligen- und der Berufsfeuerwehr war auch ein Tanklöschfahrzeug und ein Kommandowagen der Kirchdorfer Feuerwehr.
 
 
1970 – Bus durchbricht Brückengeländer
 
Am 01.10.1970 kommt ein Linienbus der Hochbahn auf der Neuenfelder Straße von der Fahrbahn ab, durchbricht teilweise das Fanggitter und hängt mit der rechten Fahrzeugseite außerhalb der Trasse. Die Brücke überspannt den 85 Meter breiten Bahnkörper in etwa 7,50 Metern Höhe wobei die 15.000 Volt Stromleitung sich bereits ein Meter unter der Brücke befindet. Das eindringen des Schutzgitters in die Front des Busses hat den Absturz auf die Bahngleise verhindert. Die zehn Fahrgäste und der Busfahrer haben beim eintreffen der Feuerwehr den Bus schon, zum Teil leicht verletzt, verlassen. Zusammen mit der Berufsfeuerwehr wird der Bus mit Seilen und einem Greifzug gesichert und später mit zwei Kränen geborgen.
 
 
1969 – Schneekatastrophe
 
Am Nachmittag des 15. Februars hatte es zu schneien begonnen. Es schneite und stürmte (Windstärke 7–8) die ganze Nacht aus östlicher Richtung. Die eigentliche Schneekatastrophe begann am Sonntag, 16. Februar am Nachmittag. Die Feuerwehr löste Ausnahmezustand aus. Um 17.30 Uhr waren schon 40 der damals 66 Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Die FF Kirchdorf versuchte seit 15.00 Uhr den Bahnhof Wilhelmsburg und seine Zugänge vom Schnee zu befreien. Doch der Wind machte die Arbeit in Minutenschnelle wieder ungeschehen. In den Abendstunden waren Hamburgweit 5000 Mann eingesetzt, darunter 700 Bundeswehrsoldaten.
 
 
1966 – Die Windmühle brennt
 
Durch die Dorfsirene wurden die Männer der FF Kirchdorf während eines Junigewitters zu einer brennenden Scheune in der Schönenfelder Straße gerufen. Der Anfahrtsweg führt an der Mühle vorbei, wo gleich die Müllerin den Weg versperrt. Ein Blitz hatte die reetgedeckte Mühle entzündet. Wehrführer Bünning teilt sogleich die Kräfte. Das Löschfahrzeug fährt weiter zur brennenden Scheune und das Tanklöschfahrzeug nimmt den Angriff bei der Mühle auf. Im Innenangriff wurde ein Pulverlöscher und ein C-Rohr eingesetzt. Auch die bei der Scheune eintreffende Berufsfeuerwehr teilte ihre Kräfte auf und unterstütze den Löschangriff in der Mühle mit einem weiterem Rohr. So konnte die Mühle vor ihrem vierten Abbrennen bewahrt werden.
 
 
1962 – Sturmflut
 
In der Nacht zum 17. Februar kam es in Hamburg zur Katastrophe. An über 50 Stellen brachen Deiche woraufhin dort stehende Häuser und darin lebende Menschen Opfer der Flut wurden. Besonders betroffen war der Stadtteil Wilhelmsburg, in dem Schäden und Zerstörungen besonders groß waren. Allein dort kamen über 200 Menschen in den Fluten ums Leben. Schon nach den ersten Deichüberflutungen war das Katastrophengebiet in Wilhelmsburg auf dem direkten Landweg nicht mehr zu erreichen. Weil Verkehrs- und Telefonverbindungen komplett zusammenbrachen und es auf den Fahrzeugen der FF keinen Funk gab, war man tagelang auf sich gestellt. Nach der Menschenrettung und den vergeblichen Versuchen bei der Deichverteidigung war die Kirchdorfer Wehr noch tagelang im Dauereinsatz. Unzählige Keller mussten gelenzt werden, Straßen befahrbar gemacht und totes Vieh geborgen werden. Selbst die Ausgabe von Lebensmitteln gehörte plötzlich zu den Aufgaben der Wehr.
 
 
1939-43 – Der 2. Weltkrieg
 
Von 1939 bis 1945 trifft die grausame Härte des 2. Weltkriegs auch Hamburg. Die Hafennähe, der Eisenbahnknoten und viel kriegswichtige Industrie machte Wilhelmsburg zum alliierten Bombenziel. Bei den nächtlichen Flächenangriffen gegen Hamburg wurden zu einem hohen Prozentsatz Brandbomben verwendet, die eine verheerende Wirkung in den Wohnvierteln verursachten.
Am 25. Juli 1943 beginnt eine Angriffswelle von sieben Luftangriffen die bis zum 3. August 1943 dauert. Bei der Operation „Gomorrha“ sterben im Feuersturm etwa 40.000 Hamburger. Am 20. Juni 1944 werden die Ölwerke Schindler, Rhenania-Ossag, Deutsche Erdölwerke und Haltermann ausgebombt. Am 6. August 1944 brennt die Wollkämmerei nach Bombenangriffen aus. Die Hansestadt wird durch insgesamt 213 Luftangriffe total zerstört.
 
 
1928 – Veringkanal
 
Am 13. August 1928 bemerkte ein Beamter der Feuerwache II, dass aus dem großen Schuppen der Lagerhaus- Gesellschaft am Veringkanal eine große Rauchwolke aufstieg. Beim Eintreffen des Löschzuges II in der Kanalstraße standen bereits mehrere Lagergebäude und das Holzlager in ihrer ganzen Ausdehnung in Flammen. Im Einsatz waren vier Motorspritzen und zwei Löschdampfer für zehn B- und 22 C-Rohre. Neben der Berufsfeuerwehr waren sämtliche Freiwillige Feuerwehren des Stadtteils Wilhelmsburg an der Brandstelle tätig. Große Schwierigkeiten hatten die Löschkräfte mit den explodierenden Ammoniakflaschen, die teilweise bis zu 200 Meter weit flogen. In dem Lagerschuppen befanden sich unter anderem etwa 700 Flaschen Ammoniak, 200 Sack Schwefel, 300 Tonnen Eisenoxyd, 100 Tonnen Zinkoxyd und 1.000 Ballen Tierwolle. Alle Einsatzkräfte konnten erst um 02.30 Uhr wieder einrücken.
 
 
1926 – Funkenflug
 
Vermutlich durch Funkenflug geriet das Reetdach des Wohnhauses „Auf der Höhe 28“ in Brand. Der sich bald auf das ebenfalls weich gedeckte Hausnummer 26 ausdehnende Brand zerstörte beide Wohnhäuser. Durch die schnell herbeigeeilte Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf das Hausnummer 24 verhindert werden. Bei den Rettungsarbeiten wurde der Volontär Herr Belitz junjor so schwer verletzt, dass er sofort ins Krankenhaus gebracht werden musste.
 
 
1925 – Die tote Kuh
 
Ein Blitzstrahl traf eine auf der Weide befindliche Kuh vom Landwirt A. Schlatermund und tötete sie.
 
 
1922 – Steindamm 56
 
Bei einem schweren Gewitter am 25. Mai 1922 fängt ein das sogenannte „Heinshaus“ im Steindamm durch Blitzschlag Feuer. Der Steindamm wurde in Kirchdorfer Strasse umbennant. Heute steht an der Brandstelle das Deichdenkmal.
 
 
1921 – Beimsches Haus
 
Am 27. Mai 1921 fängt das Gemeindehaus am Jenerseitedeich 1 (das sogenannte „Beimsche Haus“) durch Blitzschlag Feuer.
 
 
1920 – Blitzschlag
 
Bei einem schweren Gewitter am 2. April 1920 fängt das Wohnhaus von August Witt in Stillhorn durch Blitzschlag Feuer.
 
 
1914 – Blitzschlag
 
Bei einem schweren Gewitter am 4 .Juli 1914 fangen die Häuser der Familien Wille und Hadler durch Blitzschlag Feuer.
 
 
1912 – Eisschuppen
 
Am 17. Juni 1912 fängt der Eisschuppen an der Dove-Elbe durch Blitzschlag Feuer. Hier lagerte die Firma Wiedenbrück und Oehlke Blockeis, dass im Winter auf Teichen und Flüssen, unter anderem auch auf der Dove-Elbe, gewonnen wurde. Das Eiswerk brannte völlig ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
 
 
1911 – Brandserie Stillhorn
 
Am 31.7.1911 wurde die junge Wehr schon hart geprüft. In Stillhorn brannten an diesem außerordentlich heißen Sommertag sieben reetgedeckte Bauernhäuser bis auf die Grundmauern nieder. Dies lag nicht am Einsatzwillen der Wehrmänner sondern an dem seit Tagen anhaltenden Ostwind. Dieser drückte das Wasser aus der Elbe und erschwerte die Löscharbeiten somit ungemein. Ein Hydrantennetz gab es noch nicht.
 
 
1910 – Stillhorn
 
Durch Blitzschlag brennt das Haus von Johann Joachim Darboven (Gründer der Kaffeerösterei J. J. Darboven) in Hamburg Stillhorn.